„ÖGD trifft Wissenschaft“ - Forschung und Praxis im Dialog

22.10.2025 -  

Veranstaltung bringt Fachkräfte aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und der Wissenschaft zusammen, um gemeinsam Lösungen für aktuelle Gesundheitsfragen zu diskutieren

Wie können Forschungsergebnisse die tägliche Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst verbessern und gleichzeitig den Gesundheitsschutz für die Bevölkerung stärken? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Veranstaltung „ÖGD trifft Wissenschaft“, die am Dienstag, den 18. November 2025, auf dem Campus der Universitätsmedizin Magdeburg stattfindet. Fachkräfte aus den Gesundheitsämtern, Mitarbeitende des Landesamtes für Verbraucherschutz, des Gesundheitsministeriums, der Ärztekammer sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Magdeburg kommen an diesem Tag zusammen, um aktuelle Projekte vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Ansätze für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Sachsen-Anhalt zu entwickeln, von Infektionsschutz über Suizidprävention bis hin zu antimikrobiellen Resistenzen. Die Veranstaltung wird vom Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg organisiert.


 

Was:    „ÖGD trifft Wissenschaft“

Wann:  Dienstag, 18. November 2025, 09:00 – 14:00 Uhr

Wo:     DZNE (Haus 64), Campus der Universitätsmedizin Magdeburg,
            Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg, Anmeldungen bis zum 1. November 2025 an doreen.wolff@med.ovgu.de

 


 

„Nur wenn Wissenschaft und Praxis im ÖGD eng zusammenarbeiten, können wir evidenzbasierte und zugleich praxisnahe Lösungen in Prävention, Versorgung und Krisenmanagement vorantreiben“, erklärt Prof. Dr. Enno Swart, stellvertretender Leiter des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Die Veranstaltung beginnt am Vormittag mit Vorträgen und Präsentationen, die die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis beleuchten. Im Fokus stehen praxisnahe Projekte zu zentralen Gesundheitsthemen. Dazu gehören unter anderem Initiativen zur Suizidprävention, die Strategien und Maßnahmen vorstellen, wie gefährdete Personen frühzeitig erkannt und unterstützt werden können. Ein weiteres Thema ist der Infektionsschutz, bei dem die Rolle des Öffentlichen Gesundheitsdienstes während des Mpox-Ausbruchs untersucht und u.a. Forschungsergebnisse zu strukturellen und organisatorischen Herausforderungen vorgestellt werden.

Die weltweit schleichend zunehmenden Antibiotika-Resistenzen (sogenannte „Stille Pandemie“) entwickelt sich fast unbemerkt zu einer globalen Krise. Weshalb Antibiotika dann nicht mehr wirken und welche Gegenmaßnahmen erfolgsversprechend sind, wird in einem weiteren Vortrag thematisiert.

Weitere Schwerpunkte liegen auf gesundheitspräventiven Maßnahmen, die zeigen, wie Forschungserkenntnisse direkt in die Praxis umgesetzt werden können, um Angebote für vulnerable Gruppen, wie etwa Kinder aus sozial benachteiligten Familien oder mit Migrationshintergrund, nachhaltiger und effektiver zu gestalten.

Zwischen den Vorträgen gibt es ausreichend Gelegenheit für Fragen, Diskussionen und vertiefende Gespräche. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine Posterpräsentation. Hier stellen sich Doktorandinnen und Doktoranden mit ihren laufenden Projekten vor, die unter anderem die Analyse von Schuleingangsuntersuchungen und Angeboten zu Frühen Hilfen in Magdeburg umfassen bzw. die Perspektive von Angehörigen von Betroffenen mit Long-Covid und chronischen Erschöpfungssyndrom beleuchten.

Kontakt:  

Doreen Wolff, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, E-Mail: doreen.wolff@med.ovgu.de, Tel.: +49 391 67 24 325

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