Zukunft der Zelltherapie: Magdeburg wird zum Zentrum der internationalen Fachwelt
Universitätsmedizin Magdeburg richtet die internationale Konferenz Immune RESET 2026 zu innovativen Zelltherapien aus
Die Universitätsmedizin Magdeburg wird am 17. und 18. September 2026 Gastgeberin der internationalen Fachkonferenz Immune RESET 2026. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärztinnen und Ärzte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Industrie aus Europa, den USA und Asien kommen zusammen, um aktuelle Entwicklungen bei T-zellbasierten Immuntherapien für Autoimmunerkrankungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen neue Therapieansätze und die Frage, wie sich vielversprechende Forschungsergebnisse schneller in die klinische Versorgung übertragen lassen.
- WAS: Internationale Konferenz Immune RESET 2026
- WANN: 17. – 18. September 2026
- WO: Hörsaal Haus 7, Campus der Universitätsmedizin Magdeburg, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg
Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung zu begleiten und Einblicke in aktuelle Entwicklungen zu gewinnen.
Die Konferenz trägt den Namen „Immune RESET“, weil moderne Immuntherapien das fehlgeleitete Immunsystem gewissermaßen „neu ordnen“ können. Ziel ist es, krankheitsauslösende Immunreaktionen nachhaltig zu stoppen und Menschen mit schweren Autoimmunerkrankungen neue Behandlungsperspektiven zu eröffnen – insbesondere durch einmalige oder zeitlich begrenzte Therapien, die ihnen eine langfristige Dauerbehandlung ersparen können.
Das wissenschaftliche Programm umfasst Vorträge und interaktive Diskussionsrunden mit international renommierten Expertinnen und Experten. Zu den Mitwirkenden zählen u.a. zwei Leibniz-Preisträger sowie Persönlichkeiten, die vom TIME Magazine zu den weltweit einflussreichsten Menschen im Gesundheitswesen gezählt wurden. Diese hochkarätige Besetzung unterstreicht die besondere wissenschaftliche Bedeutung der Veranstaltung.
Im Fokus steht die Entwicklung innovativer T-Zell-basierter Immuntherapien für Autoimmunerkrankungen sowie deren klinischer Einsatz. Thematisiert werden sowohl Strategien zur Verbesserung von Wirksamkeit und Verträglichkeit als auch neue Herstellungs- und Produktionsverfahren für moderne Zelltherapeutika.
„Die Entwicklung T-zellbasierter Immuntherapien hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht und eröffnet für Menschen mit schweren Autoimmunerkrankungen neue Perspektiven. Mit Immune RESET 2026 bringen wir die weltweit führenden Expertinnen und Experten aus Forschung, Klinik und Industrie zusammen, damit dieser Fortschritt nicht Jahre braucht, um bei den Patientinnen und Patienten anzukommen“, sagt Prof. Dr. Dimitrios Mougiakakos, Direktor der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Zell- und Strahlentherapie der Universitätsmedizin Magdeburg und wissenschaftlicher Leiter der Konferenz.
Dass die Konferenz in Magdeburg stattfindet, ist kein Zufall. Es unterstreicht die internationale Bedeutung des Standorts auf diesem Forschungsgebiet. Die Universitätsmedizin Magdeburg zählt zu den wenigen Zentren weltweit mit umfassender klinischer Erfahrung in der Anwendung T-zellbasierter Immuntherapien bei schweren Autoimmunerkrankungen. Hier wurde erstmals weltweit eine Patientin mit einer therapieresistenten Form der Myasthenia gravis erfolgreich mit CAR-T-Zellen behandelt. Inzwischen konnten diese innovativen Behandlungsansätze auf weitere, teilweise sehr seltene Autoimmunerkrankungen ausgeweitet werden.
Mit dem Anfang 2026 gegründeten Magdeburger Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI) bündelt die Universitätsmedizin Magdeburg ihre Kompetenzen in der Entwicklung und klinischen Anwendung moderner Zell- und Immuntherapien. Neben CAR-T-Zellen werden dort auch weitere innovative Ansätze, beispielsweise spezielle Antikörpertherapien, entwickelt und erforscht. Ziel ist es, neue Behandlungsverfahren schneller in die Versorgung zu überführen und langfristig mehr Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen. In enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig entsteht die notwendige Infrastruktur, um genetisch modifizierte Zelltherapeutika künftig auch am Standort Magdeburg im Institut für Immunologie und Zelltherapeutika entwickeln und herstellen zu können.
Mehr erfahren unter www.immune-reset.de
Wissenschaftlicher Kontakt
Prof. Dr. med. Dimitrios Mougiakakos, Direktor der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Zell- und Strahlentherapie Magdeburg, dimitrios.mougiakakos@med.ovgu.de, Tel: +49 391 67 13266
