Tomorrow Labs 2026 – Wissenschaft erleben, Zukunft gestalten
6. Juni 2026 | 16:00–22:00 Uhr | Wissenschaftshafen Magdeburg
Eintauchen in eine faszinierende Verbindung aus Wissenschaft, Zukunftsvisionen, Musik und Kultur: Die zweite Ausgabe des Wissenschaftsfestivals „Tomorrow Labs“ lädt am 6. Juni 2026 in den Wissenschaftshafen Magdeburg ein. Zwischen 16:00 und 22:00 Uhr wird das Gelände zum offenen Experimentierraum für aktuelle Forschung – lebendig, niedrigschwellig und mitten in der Stadt.
Die Universitätsmedizin Magdeburg ist mit dem Lab „Tomorrow:Health“ vertreten und gibt spannende Einblicke in die Welt moderner Medizin. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielseitiges Programm rund um Innovationen in Diagnostik, Therapie und Versorgungsforschung – von hochspezialisierter Zelltherapie über digitale Prävention bis hin zu Fragen der Notfallmedizin und psychischen Gesundheit.
Ob Musik, Wissenschaft oder Mitmachen: Das Festival verbindet Forschung mit Erlebnis und schafft Raum für Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Highlights der Universitätsmedizin Magdeburg im „Tomorrow:Health“-Lab
Kardiovaskuläre Prävention: Wenn alles unter Druck steht
Sachsen-Anhalt weist eine der höchsten Raten an Menschen mit Bluthochdruck auf. Am Infostand der Universitätsklinik für Kardiologie und Angiologie können Besucherinnen und Besucher ihr individuelles Risiko kennenlernen und sich über Ursachen sowie moderne Präventions- und Therapieansätze informieren.
Im Fokus stehen dabei unter anderem digitale kardiovaskuläre Präventionsprogramme (DIKAP-Studie) sowie minimalinvasive Verfahren wie die renale Denervation.
Ort: Stimulate-Zelt vor dem Gebäude
Vor Ort vertreten sind die Kardiovaskuläre Präventionsambulanz sowie Expertinnen und Experten der Universitätsklinik für Kardiologie und Angiologie.
Die Medizin der Zukunft ist lebendig
Was wie Science-Fiction klingt, ist bereits klinische Realität: Mit CAR-T-Zellen werden körpereigene Immunzellen genetisch so verändert, dass sie krankheitsverursachende Zellen gezielt erkennen und zerstören können.
Im Rahmen von Vorträgen, Experimenten und Mitmachformaten wird gezeigt, wie diese „lebenden Medikamente“ entstehen und wie sie bereits heute die Behandlung schwerer Erkrankungen verändern.
Ort: Stimulate-Gebäude, Konferenzraum 1. OG
Beteiligt sind die Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Zell- und Strahlentherapie sowie das Institut für Klinische Immunologie und Zelltherapeutika.
DZPG MindLab – Hirnforschung erleben
Psychische Erkrankungen sind häufig, ernst zu nehmen und zugleich gut erforschbar sowie behandelbar. Das DZPG MindLab macht aktuelle Forschung erlebbar: Besucherinnen und Besucher können in einen interaktiven Raum eintauchen, in dem Wissenschaft, Bildgebung und Erfahrung zusammenkommen.
Ob MRT-Auswertung, mögliche Anwendungen von MEG und EEG oder Biofeedback – das Angebot des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit lädt zum Mitdenken und Mitgestalten ein und setzt ein Zeichen gegen Stigmatisierung psychischer Erkrankungen.
Ort: Stimulate-Gebäude, EG R002
Nuklearmedizin – Heilsame Wirkung aus dem Reaktor
Radioaktivität wird oft mit Gefahr verbunden – in der modernen Medizin jedoch gezielt und hochpräzise eingesetzt. Die Nuklearmedizin zeigt, wie Radiopharmaka in der Krebsbehandlung eingesetzt werden und wie diese gezielt Tumorzellen bekämpfen können.
Am Stand der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin wird die automatisierte Herstellung radioaktiver Arzneimittel demonstriert und deren therapeutischer Nutzen anschaulich erklärt.
Ort: Stimulate-Gebäude, 1. OG, Raum R156
Zwischen Pflaster und Krisenstab
Wie kann eine moderne, resiliente Notfallversorgung aussehen? Dieser Programmpunkt widmet sich der Weiterentwicklung der Notfall- und Katastrophenmedizin.
Im Fokus stehen unter anderem:
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Nutzung von Routinedaten aus der Notaufnahme (Smart Data)
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Auswirkungen von Klimawandel und strukturellen Veränderungen auf die Akutversorgung
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digitale Abbildung der Rettungskette
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Konzepte der Kindernotfallversorgung
Ergänzt wird das Angebot durch Infostände, Vorträge und – optional – praxisnahe Simulationen in Kooperation mit Katastrophenschutzeinheiten.
Ort: Elbe Office, IPHAM – Institut für Public Health in der Akutmedizin
Joseph-von-Fraunhofer-Straße 2, 39106 Magdeburg
Geschlechtersensible Medizin - Medizin neu denken
Außerdem ist im Foyer des Elbe Office im Wissenschaftshafen die Wanderausstellung "Geschlechtersensible Medizin" zu sehen. Die Ausstellung macht deutlich, warum Frauen und Männer häufig unterschiedlich erkranken, Symptome verschieden wahrnehmen und Therapien individuell angepasst werden müssen. Auf 13 großformatigen Postern werden Erkenntnisse zu Geschlechterunterschieden in verschiedenen medizinischen Themenfeldern allgemeinverständlich vorgestellt. Besucherinnen und Besucher erfahren unter anderem, weshalb Krankheiten unterschiedlich verlaufen können, Medikamente nicht bei allen Menschen gleich wirken und welche Rolle biologische Unterschiede sowie soziale Lebensrealitäten für die Gesundheit spielen.
Die Ausstellung zeigt zudem, warum geschlechtersensible Medizin zunehmend an Bedeutung gewinnt: Lange galt in Forschung und Versorgung der männliche Körper als medizinischer Standard. Heute wächst das Bewusstsein dafür, dass Diagnostik und Therapie stärker an die individuellen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten angepasst werden müssen, um Fehldiagnosen zu vermeiden und Behandlungserfolge zu verbessern.
Ort: Foyer des Elbe Office
Joseph-von-Fraunhofer-Straße 2, 39106 Magdeburg
