Am 8. Februar 2026 findet erneut der Medizinische Sonntag statt
Das Thema lautet: „Schwaches Immunsystem - wie kann geholfen werden?“
Die Universitätsmedizin Magdeburg, die Urania Magdeburg und die Volksstimme laden Sie herzlich zur nächsten Ausgabe des Medizinischen Sonntags ein. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das Immunsystem mit dem Thema „Schwaches Immunsystem – wie kann geholfen werden?“.
Prof. Dr. med. Stephan Fricke, Professor für Klinische Immunologie und Zelltherapeutika an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Immunologie, und sein Kollege Jun.-Prof. Dr. med. Sascha Kahlfuß, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, geben Einblicke, wann und warum das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gerät – sei es durch angeborene Faktoren oder durch Erkrankungen und medizinische Behandlungen im Laufe des Lebens – und wie in solchen Fällen geholfen werden kann.
- Ort: Uni-Hörsaal 1 des Hauptcampus, Gebäude 26 (Nähe Uni-Bibliothek), Pfälzer Straße, 39104 Magdeburg
- Beginn: 10:30 Uhr
Alle Interessierten, Betroffenen und Angehörigen sind herzlich zu der kostenfreien Veranstaltung eingeladen.
Ein geschwächtes Immunsystem bedeutet, dass die körpereigene Abwehr Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten nicht ausreichend bekämpfen kann. In der Folge steigt die Anfälligkeit für Infektionen, und die Erholungsphase ist häufig verlängert. Eine Immunschwäche kann angeboren oder erworben sein. Angeborene Immundefekte beruhen häufig auf genetischen Veränderungen, die einzelne Bestandteile des Immunsystems betreffen können, etwa Antikörper, Immunzellen oder Signalwege der Immunabwehr. Sie sind häufig bereits im Kindesalter erkennbar, können sich jedoch auch erst im Jugend- oder Erwachsenenalter manifestieren. Zu den erworbenen Ursachen zählen unter anderem Mangelernährung, bestimmte Medikamente wie Kortison, Chemotherapien oder Immunsuppressiva sowie chronische Erkrankungen und Infektionen.
Die Universitätsmedizin Magdeburg bietet seit Oktober 2025 eine spezialisierte Sprechstunde für Immundefekte und Immundysregulationen an, die unter der Leitung von Prof. Fricke steht. In der Hochschulambulanz werden Patientinnen und Patienten zudem durch die Fachärztin Frau Dr. Hummelt umfassend und kompetent betreut. Das Angebot richtet sich an Menschen, die aufgrund einer geschwächten oder fehlregulierten Immunabwehr besonderen gesundheitlichen Herausforderungen gegenüberstehen.
Eine Störung des Immunsystems kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen, etwa durch häufig wiederkehrende oder besonders schwere Infektionen. Hinweise können auch Infektionen oder Entzündungen im Zusammenhang mit Behandlungen, die gezielt in das Immunsystem eingreifen, wie Antikörper- oder Biologika-Therapien, sein. Zudem treten bei manchen Betroffenen langanhaltende Beschwerden nach Infektionen auf, beispielsweise eine ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue) nach einer SARS-CoV-2-Infektion. Weitere mögliche Anzeichen sind unzureichende Impfantworten oder ungewöhnliche Impfreaktionen, Autoimmunerkrankungen innerer Organe, Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems sowie unklare, wiederkehrende Fieberschübe oder autoinflammatorische Erkrankungen. Auch immunologische Auffälligkeiten nach Zell- oder Gentherapien oder nach Organtransplantationen können auf eine Immundysregulation hinweisen.
Der Medizinische Sonntag ist eine Initiative für alle Interessierten und wurde ermöglicht durch eine Kooperation zwischen der Urania Magdeburg e.V., der Volksstimme und der Universitätsmedizin Magdeburg. Neben Einblicken in medizinische Themen bietet die Veranstaltung auch die Möglichkeit, direkt mit den Expertinnen und Experten zu sprechen und individuelle Fragen zu klären.
