Weltweit einzigartiges Kinder-MRT in Magdeburg: Schonendere Untersuchungen für Babys und Kleinkinder dank neuer Technologie

06.08.2026 -  

An der Universitätsmedizin Magdeburg wurde gemeinsam mit Wissenschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzendem Prof. Dr. Armin Willingmann ein innovatives MRT-System für die kleinsten Patientinnen und Patienten eingeweiht. Die speziell auf Babys und Kleinkinder abgestimmte Technologie ermöglicht hochauflösende Untersuchungen in einer geschützten, kindgerechten Umgebung. Optimierte Abläufe schaffen zudem beste Voraussetzungen für eine sichere, schonende und hochwertige Diagnostik.

Mit der Inbetriebnahme des innovativen Kinder-MRT-Systems neo315 verfügt die Universitätsmedizin Magdeburg über eines der weltweit ersten speziell für Neugeborene und Kleinkinder entwickelten Systeme dieser Art. Nach der Universitätsmedizin Halle ist Magdeburg damit der zweite Standort, an dem diese Technologie eingesetzt wird. Entwickelt wurde das System vom Magdeburger Medizintechnik-Unternehmen Neoscan Solutions.

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Foto: Die feierliche Einweihung des neuen MRT-Systems erfolgte durch Wissenschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Armin Willingmann (3. v. r.). Im Bild (v. l. n. r.): Dr. Stefan Röll, Geschäftsführer der Neoscan Solutions; Marco Bohn, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg; Prof. Dr. Antje Redlich, Direktorin der Universitätskinderklinik Magdeburg; Prof. Dr. Armin Willingmann, Wissenschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt und Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Magdeburg; Prof. Dr. Maciej Pech, Direktor der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin; sowie Alice Schumann, stellvertretende Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Magdeburg. Die Gäste erhielten Einblicke in die neue Technologie und deren Bedeutung für die Versorgung der kleinsten Patientinnen und Patienten. Fotograf: Ramon Kubatzki/UMMD

„Mit der Anschaffung des neuen MRT-Systems setzt die Universitätsmedizin Magdeburg ein klares Zeichen für eine moderne, innovative und zukunftsorientierte Kindermedizin. Gleichzeitig stärken wir unsere Position als Standort für Spitzenmedizin und Forschung. Die neue Technologie ermöglicht schonendere, schnellere und präzisere diagnostische Verfahren und verbessert damit nachhaltig die Versorgung unserer jüngsten Patientinnen und Patienten“, betont Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Magdeburg.

Wissenschaftsminister Willingmann ergänzt: „Ich freue mich, dass auch die Unimedizin Magdeburg das hochmoderne Kinder-MRT von Neoscan nutzen kann. Die in Sachsen-Anhalt entwickelte Technologie zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Verbindung von Wissenschaft, Forschung und unternehmerischem Engagement in unserem Land steckt. Solche Innovationen tragen dazu bei, Sachsen-Anhalt als starken Standort für Medizintechnik und Universitätsmedizin weiter zu profilieren.“

Mehr Sicherheit und weniger Belastung für Kinder und Familien

Viele Krankheitsbilder lassen sich nicht allein durch eine Ultraschalluntersuchung sicher diagnostizieren. Gleichzeitig sind herkömmliche MRT-Geräte primär für Erwachsene konzipiert und stellen bei Babys und Kleinkindern besondere Herausforderungen dar. Längere Untersuchungszeiten, und gegebenenfalls eine Sedierung können für die kleinen Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien belastend sein.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde das neue Kinder-MRT gezielt auf die Bedürfnisse von Neugeborenen und Kleinkindern abgestimmt. Die Untersuchungen finden in einer geschützten und vertrauten Umgebung statt, wodurch Belastungen reduziert und optimale Bedingungen für eine sichere Diagnostik geschaffen werden.

„Das neue Baby- und Kleinkind-MRT eröffnet uns vielfältige Möglichkeiten in der Diagnostik und erweitert unsere Versorgungskompetenz in der Pädiatrie. Besonders relevant sind eine speziell für Säuglinge und Kleinkinder optimierte Geometrie und eine geringere akustische Belastung. So werden hochauflösende Bilder möglich und die Säuglinge können ggf. ohne Narkose nach dem Füttern untersucht werden“, erläutert Prof. Dr. Antje Redlich, Direktorin der Universitätskinderklinik Magdeburg.

Optimale Integration in die moderne Bildgebung der Universitätsmedizin Magdeburg

Ein weiterer Vorteil des neuen Systems sind die kurzen Wege innerhalb der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin. Das Kinder-MRT wird in die moderne Infrastruktur der Bildgebung integriert und ergänzt den neuen MRT-Cluster der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin Magdeburg.

Prof. Dr. Maciej Pech, Direktor der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin betont: „Mit der Integration des Kinder-MRTs in unseren neuen MRT-Cluster verbinden wir modernste Medizintechnik mit optimalen Voraussetzungen für eine zeitgemäße und effiziente Diagnostik in einer speziell auf Kinder ausgerichteten Untersuchungsumgebung. Die vertraute Atmosphäre trägt dazu bei, Belastungen für die jungen Patientinnen und Patienten zu reduzieren und gibt auch Eltern und Familien mehr Sicherheit und Ruhe während der Untersuchung.“

Innovation aus Magdeburg für die Kindermedizin der Zukunft

Das Kinder-MRT-System neo315 steht beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von Forschung, Medizin und innovativer Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Entwickelt vom Magdeburger Medizintechnik-Unternehmen Neoscan Solutions, verfolgt die Technologie das Ziel, die MRT-Diagnostik für Babys und Kleinkinder sicherer, schonender und zugänglicher zu machen.

Impressionen der feierlichen Einweihung des innovativen Kinder-MRT-Systems neo315. Bilderquelle: Ramon Kubatzki und Ögelin Düzel/UMMD (9 Bilder)
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Letzte Änderung: 07.08.2026 - Ansprechpartner: Webmaster