Dr. rer. nat. Maria-Marina Zempeltzi

Vernetzen, gestalten, entwickeln

Seit Mitte März 2026 verstärkt Dr. rer. nat. Maria-Marina Zempeltzi das Magdeburger Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI) als Projektmanagerin. Im Interview gibt sie Einblicke in ihre neue Aufgabe, ihren Werdegang und das, was sie antreibt.

Frau Dr. Zempeltzi, was genau machen Sie im MAZI?

Ich begleite den strategischen und organisatorischen Aufbau von MAZI. Das klingt vielleicht abstrakt, bedeutet aber vor allem: Ich helfe dabei, Menschen, Themen und Strukturen zusammenzubringen. Wir bauen gerade ein Zentrum auf, das viele Disziplinen verbindet – Forschung, Klinik, Lehre und externe Partner. Meine Aufgabe ist es, diese Schnittstellen zu gestalten, Abstimmungen zu erleichtern und gemeinsam mit den Beteiligten eine klare Richtung für MAZI zu entwickeln.

Was reizt Sie an dieser Aufgabe besonders?

Die Möglichkeit, etwas von Grund auf mitzugestalten. MAZI ist noch im Aufbau, und genau das ist spannend: Man kann früh Strukturen schaffen, die später wirklich tragen. Besonders wichtig ist mir dabei, dass gute wissenschaftliche und klinische Ideen nicht in Einzelprojekten stecken bleiben, sondern in Kooperationen und konkrete Anwendungen überführt werden.

Welche Themen liegen Ihnen in Ihrer Arbeit besonders am Herzen?

Zentral sind für mich gute Zusammenarbeit und klare Kommunikation. Gerade in komplexen Umfeldern wie der Medizin und Forschung ist es entscheidend, dass man sich versteht – fachlich und menschlich. Außerdem liegt mir die Wissenschaftskommunikation sehr am Herzen: komplexe Inhalte so zu vermitteln, dass sie verständlich und zugänglich werden. Und ich finde es wichtig, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gut zu begleiten und Perspektiven sichtbar zu machen.

Dr. rer. nat. Maria-Marina Zempeltzi

Foto: Dr. rer. nat. Maria-Marina Zempeltzi. Fotografin: Sarah Kossmann / UMMD

Wie sieht Ihr bisheriger beruflicher Weg aus?

Ich habe in Griechenland Biologie studiert und bin für meinen Master in Integrative Neuroscience nach Magdeburg gekommen. Eigentlich war das nur als Zwischenstation gedacht – geblieben bin ich bis heute. Meine Promotion habe ich am Leibniz-Institut für Neurobiologie gemacht, im Bereich der Systemneurophysiologie. Danach war ich am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF tätig, wo ich viel im Bereich Forschungsstrategie, Kommunikation und Projektentwicklung gearbeitet habe. Diese Mischung aus Wissenschaft und Organisation hilft mir jetzt sehr in meiner neuen Rolle.

Was möchten Sie mit Ihrer Arbeit im MAZI erreichen?

Ich möchte dazu beitragen, dass MAZI sich als gut vernetztes und klar positioniertes Zentrum in Sachsen-Anhalt und auch darüber hinaus etabliert. Wichtig ist mir, dass wir frühzeitig gemeinsame Schwerpunkte setzen und Strukturen schaffen, die langfristig funktionieren. Wenn es gelingt, dass Zusammenarbeit hier selbstverständlich wird und Dinge schneller in die Umsetzung kommen, wäre viel erreicht.

Was machen Sie, wenn Sie nicht am MAZI arbeiten?

Dann verbringe ich Zeit mit meiner Familie – am liebsten im Garten oder auf dem Spielplatz mit meinem Sohn. Sport gehört für mich auch dazu. Und ich beschäftige mich gern mit neuen Entwicklungen, zum Beispiel rund um Künstliche Intelligenz oder moderne Formen der Zusammenarbeit und Führung in Organisationen. Das interessiert mich nicht nur beruflich, sondern auch privat sehr.

Und was bedeutet Magdeburg für Sie persönlich?

Ich bin ursprünglich zum Studium hierhergekommen und jetzt sind es schon viele Jahre geworden. Magdeburg ist für mich längst Heimat. Ich schätze die Mischung aus Bodenständigkeit und Offenheit. Die Stadt ist nicht laut, aber sehr lebendig, wenn man genau hinschaut. Viele Dinge entstehen hier im Miteinander – das mag ich sehr.

Letzte Änderung: 28.04.2026 - Ansprechpartner: Webmaster