Einladung zur Ringvorlesung „Demokratie trifft Medizin“
Die Universitätsmedizin Magdeburg lädt herzlich zur neuen Ringvorlesung „Demokratie trifft Medizin“ ein. In dieser Vortragsreihe diskutieren führende Expertinnen und Experten aus Medizin, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, Politik und Industrie die Bedeutung und Verantwortung der Medizin für die Zukunft unserer Gesellschaft.
Nächster Termin der Ringvorlesung
- 27. April 2026 | 17:00–19:00 Uhr | Hörsaal 7
Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze, Vorsitzender Klinikumsvorstand und Ärztlicher Direktor: Hirngesundheit, Freiheit und Verantwortung – Medizinische Grundlagen demokratischen Handelns
Prof. Dr. med. Thomas Nickl-Jockschat, Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Magdeburg: Wie frei sind wir wirklich…? – Beiträge zur Willensfreiheit aus Psychiatrie und Hirnforschung
Worum geht es?
Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze – Hirngesundheit, Freiheit und Verantwortung – Medizinische Grundlagen demokratischen Handelns
In seinem Vortrag beleuchtet Professor Heinze die grundlegende Bedeutung von Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortung als tragende Säulen der Demokratie und geht der Frage nach, inwiefern der freie Wille aus neurowissenschaftlicher Sicht überhaupt existiert. Er zeigt auf, welche Rolle die Hirngesundheit für selbstbestimmtes Handeln spielt und wie medizinische Erkenntnisse unser Verständnis von Verantwortung und Entscheidungsfähigkeit prägen.
Prof. Dr. med. Thomas Nickl-Jockschat – Wie frei sind wir wirklich…? – Beiträge zur Willensfreiheit aus Psychiatrie und Hirnforschung
Freiheit ist ein zentraler Begriff – für unsere Gesellschaft, aber auch für uns als Individuen. Aber wie frei ist unser Wille wirklich? Ist Willensfreiheit nur eine Illusion oder können wir tatsächlich freie Entscheidungen treffen? Und was können wir von erkrankten Menschen lernen, die etwa unter dem Eindruck stehen, ihr Wille werde von einer fremden Macht kontrolliert und gehorche ihnen nicht mehr? In seinem Vortrag beleuchtet Thomas Nickl-Jockschat aus Sicht der Neurobiologie und der Psychiatrie diese Frage, die nicht nur unser Menschenbild, sondern auch unsere Demokratie, wie kaum eine andere berührt. Dabei stehen nicht nur wissenschaftliche Grundlagen im Vordergrund, sondern auch Möglichkeiten der Medizin, durch Hirngesundheit individuelle Freiheit zu fördern.
Hintergründe zur der Veranstaltungsreihe
Unsere Gesellschaft steht an einem Wendepunkt: Technologien wie Künstliche Intelligenz, Gentechnologie, Robotik und digitale Virtualität stellen bisher unbekannte Herausforderungen an die biologische, kulturelle und ethische Integrität des Menschen. Richtig eingesetzt, können sie den Weg in eine stabile und nachhaltige Zukunft ebnen. Missbraucht, drohen die Fundamente von Humanität, Freiheit und Verantwortung zu erschüttern.
Die Ringvorlesung setzt daher den Fokus auf die Schnittstelle von Medizin und Demokratie: Während Politik die Gestaltung unserer Welt verantwortet, trägt die Medizin Verantwortung für die Gesundheit von Gehirn und Körper – die Voraussetzung für bewusstes, empathisches und verantwortungsvolles Handeln.
Im Anschluss laden wir zu einem Imbiss im Foyer ein, um den Austausch zwischen Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft zu fördern.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und anregende Diskussionen.
Weitere Termine folgen zeitnah.
