Experten-Telefonforum
Am Dienstag, den 3. Februar 2026, findet eine weitere Ausgabe des Volksstimme-Telefonforums statt. Hierbei können Leserinnen und Leser Fragen zum Thema „Schwerhörigkeit, Einsamkeit, Vergesslichkeit – harmlos oder Warnsignal? Wege zur Hilfe“, an Prof. Dr. med. Martin Durisin, Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Magdeburg, und an seine Oberärztin Dr. med. Dorothea Rostalski, stellen.
Falls Sie sich mit den unten aufgeführten Fragestellungen beschäftigen, zögern Sie nicht, uns anzurufen. Interessierte können sich am 3. Februar 2026 zwischen 10:00 und 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0391-532970 beraten lassen.
- Kann unbehandelte Schwerhörigkeit ein erstes Anzeichen für Einsamkeit oder Gedächtnisprobleme sein?
- Ab wann ist Vergesslichkeit bei Hörverlust nicht mehr nur normale Altersveränderung?
- Wie führt Schwerhörigkeit zu sozialer Isolation und wie wirkt sich das auf das Denken aus?
- Woran merkt man früh, dass Hörverlust das Gedächtnis belastet?
- Was sollte man zuerst tun, wenn Hörverlust mit Konzentrations- oder Gedächtnisproblemen einhergeht?
- Wann sollte man bei Hörproblemen und Gedächtnisproblemen unbedingt einen Arzt oder Hörspezialisten aufsuchen?

Foto: Prof. Dr. med. Martin Durisin und OÄ Dr. med. Dorothea Rostalski. Foto: UMMD
Unter Schwerhörigkeit versteht man eine Einschränkung des Hörvermögens. Diese reicht von einer geringfügigen Beeinträchtigung bis zum vollständigen Verlust. Dabei kann diese von temporärer Natur oder auch dauerhaft sein. Menschen, die von hochgradiger Schwerhörigkeit betroffen sind, hören nur noch einzelne Töne bzw. Geräusche oder gar keine Laute mehr.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit rund 430 Millionen Erwachsene von Hörbeeinträchtigungen betroffen. Schwerhörigkeit ist damit eine häufig vorkommende Erkrankung. In Deutschland leidet etwa jede zweite Person ab dem 65. Lebensjahr an einer Form von Hörverlust.
Die Ursachen für Schwerhörigkeit sind vielfältig: Zum einen kann sie altersbedingt im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses auftreten, zum anderen als Folge von Erkrankungen entstehen. Auch eine übermäßige Lärmbelastung, beispielsweise am Arbeitsplatz oder durch die intensive Nutzung von Kopfhörern, kann zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens führen. In einigen Fällen ist Schwerhörigkeit neben anderen Ursachen wie Entzündungen genetisch bedingt, sodass bereits bei Neugeborenen oder Säuglingen eine Einschränkung des Hörvermögens festgestellt werden kann.
Die Beeinträchtigung des Hörvermögens kann die Lebensqualität der Betroffenen sehr einschränken und sie bei der Teilnahme am sozialen Leben hemmen. Darüber hinaus kann ein Risiko für Depressionen entstehen und das Unfallrisiko erhöhen.
Hörzentrum an der Universitätsmedizin Magdeburg
Unterschiedliche Hörstörungen erfordern unterschiedliche Versorgungsformen, von Hörgeräten bis hin zum Cochlea-Implantat. Über die geeignete Therapie entscheidet im Hörzentrum der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Magdeburg ein erfahrenes interdisziplinäres Team mit viel klinischer und OP-Erfahrung, gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen.
Das Cochlea-Implantat ermöglicht tauben oder hochgradig schwerhörigen Menschen das Hören und Sprachverstehen, wenn herkömmliche Hörgeräte nicht mehr helfen. Es kann unabhängig vom Alter – vom Säugling bis ins hohe Erwachsenenalter – sowie auch bei einseitiger Hörstörung eingesetzt werden.
