Open-Science-Initiative an der Medizinischen Fakultät gestartet

04.02.2026 -  

Erfolgreiches Kick-off-Event für Open Science: Fakultät entwickelt eigene Policy

Offene Wissenschaft oder Open Science macht Forschung zugänglich, nachvollziehbar und überprüfbar. Sie umfasst alle Schritte von der Planung über Daten und Methoden bis hin zu Publikationen und Lehre. Ziel ist es, Wissen besser zu teilen, die Qualität wissenschaftlicher Arbeit zu sichern und den Austausch innerhalb der Wissenschaft und insbesondere mit der Gesellschaft zu fördern.

Für die Medizinische Fakultät ist Open Science deshalb ein zentrales Zukunftsthema. Offenheit in Forschung und Lehre erhöht die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeit, erleichtert Kooperationen und stärkt das Vertrauen in die Wissenschaft. Auch die Förderlandschaft verlangt zunehmend mehr Offenheit: So sind Open-Science-Prinzipien inzwischen in den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verankert und die UNESCO hat 2021 Empfehlungen zu Open Science veröffentlicht. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bedeutet Open Science zugleich Chancen: Publikationen und Daten werden besser auffindbar, Forschungsprojekte gewinnen Wirkung und die Ergebnisse können schneller in Praxis, Politik und Gesellschaft transferiert werden.

Kick-off-Event für Open Science

Foto: Kick-off-Event für Open Science. Fotografin: Melitta Schubert / UMMD

Am 30. Januar 2026 hat das Referat für Forschung der Medizinischen Fakultät den Startschuss für eine strukturierte Open-Science-Initiative gegeben. Ziel des Kick-offs war es, ein gemeinsames Verständnis von Open Science zu entwickeln, bestehende Aktivitäten sichtbar zu machen, Lücken zu identifizieren und die nächsten Schritte für die Fakultät zu definieren, um Offenheit zu stärken. An dem Austausch beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichsten Bereichen der Fakultät und Universität, darunter die Medizinische Zentralbibliothek, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Verwaltung, Kommunikation, Forschungsdatenmanagement sowie Lehre. Ergänzt wurde das Programm durch den Beitrag von Dr. Roberto Cozatl von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Einblicke in den Entwicklungsprozess der Open-Science-Policy an der MLU gab.

Die Fakultät plant noch in diesem Jahr eine eigene Open-Science-Policy zu erarbeiten und zu verabschieden. Ein fakultätsweites Open-Science-Team wird den Prozess begleiten. Ziel ist es, Open Science als gemeinschaftlich getragene Praxis in Forschung und Lehre zu verankern und ein Mindset zu etablieren, um die Transparenz und Qualität in Forschung und Lehre zu sichern, Kooperationen zu erleichtern und den Transfer von Erkenntnissen in Praxis, Politik und Gesellschaft zu beschleunigen.

Mit der Initiative positioniert sich die Fakultät klar: Open Science ist keine abstrakte Vorgabe, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Forschungskultur – zum Nutzen der Wissenschaft, der Forschenden und der Gesellschaft.

Das Open-Science-Team lebt vom Mitmachen: Interessierte aus den aus Bereichen Forschung und Lehre und insbesondere Early Career Scientists sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Ansprechpartnerin ist Franziska Scharkowski, Referat für Forschung und Drittmittelverwaltung, franziska.scharkowski@med.ovgu.de, Telefon: +49-391-67-25332

Kick-off-Event für Open Science. Fotografin: Melitta Schubert/UMMD (4 Bilder)
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Letzte Änderung: 04.02.2026 - Ansprechpartner: Webmaster