Telefonforum am 12. Mai 2026 zum Thema: „Behandlungsmöglichkeiten für grauen und grünen Star“

06.05.2026 -  

Am Dienstag, dem 12. Mai, haben Leserinnen und Leser der Volksstimme die Möglichkeit, im Telefonforum ihre Fragen rund um das Thema „Behandlungsmöglichkeiten für grauen und grünen Star“ zu stellen.

Für ihre Anliegen stehen Prof. Dr. med. Hagen Thieme, Direktor der Universitätsaugenklinik, sowie Privatdozentin Dr. med. Giulia Renieri, geschäftsführende Oberärztin derselben Klinik, zur Verfügung. Falls Sie sich mit den unten aufgeführten Fragestellungen beschäftigen, zögern Sie nicht, uns anzurufen. Interessierte können sich am 12. Mai 2026 zwischen 10:00 und 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0391-532970 beraten lassen.

  • Was ist der Unterschied zwischen Katarakt (grauer Star) und Glaukom (grüner Star)?
  • Woran erkenne ich eine beginnende Linsentrübung (grauer Star)?
  • Wann ist eine Operation beim grauen Star notwendig und wie läuft sie ab?
  • Warum wird ein Grüner Star (Glaukom) oft erst spät erkannt?
  • Ist ein Glaukom heilbar oder nur behandelbar?
  • Wie oft sollte ich zur augenärztlichen Vorsorge gehen, um beide Erkrankungen früh zu erkennen?

Prof. Thieme und Dr. Renieri

Foto: Prof. Dr. med. Hagen Thieme, Direktor der Universitätsaugenklinik sowie Privatdozentin Dr. med. Giulia Renieri, geschäftsführende Oberärztin derselben Klinik. Fotografin: Sarah Kossmann/UMMD

Das Glaukom, allgemein als Grüner Star bezeichnet, ist eine Augenerkrankung, bei der es zu einer Schädigung des Sehnervs kommt. Oft steht sie im Zusammenhang mit einem erhöhten Augeninnendruck, der durch einen erhöhten Wiederstand gegen den normalen Kammerwasser- Abfluss im Auge entsteht. Ist dieser Druck zu hoch, kann er auf den Sehnerv wirken und ihn schädigen. Bleibt der Grüner Star unbehandelt, verschlechtert sich das Sehvermögen meist schleichend und kann im schlimmsten Fall bis zur Erblindung führen. Da die Erkrankung lange keine Beschwerden verursacht, wird sie häufig erst erkannt, wenn bereits Schäden am Sehnerv entstanden sind.

Der Katarakt, auch Grauer Star genannt, beruht dagegen meist auf einer altersbedingten Trübung der Augenlinse, die typischerweise ab dem 50. Lebensjahr beginnt. Risikofaktoren wie Rauchen sowie Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden können die Entwicklung beschleunigen. Typische Anzeichen sind eine nachlassende Sehschärfe, Verlust von Farbintensität, Blendempfindlichkeit oder monokuläre Doppelbilder.

Die Behandlung beider Erkrankungen unterscheidet sich grundlegend: Beim Glaukom erfolgt die Therapie in der Regel zunächst medikamentös, um den Augeninnendruck zu senken. Der Katarakt hingegen wird operativ behandelt, indem die getrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzt wird, wodurch das Sehvermögen meist deutlich verbessert werden kann.

Letzte Änderung: 06.05.2026 - Ansprechpartner: Webmaster