Telefonforum am 20. Januar 2026

14.01.2026 -  

Am Dienstag, den 20. Januar 2026, findet eine weitere Ausgabe des Volksstimme-Telefonforums statt. Dabei können Leserinnen und Leser Fragen zum Thema „Essstörungen im Jungen- und Erwachsenenalter -  Prävention und Behandlung“ an Prof. Dr. med. Florian Junne, Direktor der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, sowie an Nadine Bohl-Ouart, Assistenzärztin derselben Klinik, richten.

Falls Sie sich mit den unten aufgeführten Fragestellungen beschäftigen, zögern Sie nicht, uns anzurufen. Interessierte können sich am 20. Januar 2025 zwischen 10:00 und 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0391-532970 beraten lassen.

  • Wodurch entstehen Essstörungen?
  • Welche typischen Warnsignale gibt es?
  • In welchem Alter können Essstörungen auftreten?
  • Warum sind besonders junge Frauen gefährdet?
  • Können auch Erwachsene Essstörungen entwickeln?
  • Welche Formen von Essstörungen gibt es?
  • Wo kann man sich Hilfe holen?
  • Ab wann sollten Eltern ihre betroffenen Kinder in einer Klinik vorstellen?
  • Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
  • Haben Therapien langfristigen Erfolg?

Unter Essstörungen versteht man psychosomatische Erkrankungen, bei denen das Essverhalten dauerhaft und deutlich von einem gesunden Umgang mit Nahrung abweicht. Sie gehen meist mit einer starken gedanklichen Beschäftigung mit Essen, mit Gewicht und Figur sowie mit einem verzerrten bzw. negativen Körperbild einher. Betroffene erleben häufig einen hohen Leidensdruck und verlieren zunehmend die Kontrolle über ihr Essverhalten, was teils zu Untergewicht wie bei der Magersucht, teils zu Übergewicht wie bei der Binge-Eating-Störung oder zu Ess-/Brechanfällen wie bei der Bulimia nervosa führen kann.

Essstörungen haben meist mehrere Ursachen. Dazu zählen psychische Faktoren wie geringes Selbstwertgefühl, Perfektionismus oder der Wunsch nach Kontrolle, aber auch familiäre Konflikte, belastende Lebensereignisse, gesellschaftlicher Schönheitsdruck sowie biologische Einflüsse. Oft wirken mehrere Faktoren zusammen.

Warnzeichen können ein stark verändertes Essverhalten, extremes Kalorienzählen, häufiges Wiegen, ständige Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, Rückzug aus dem sozialen Umfeld, starke Gewichtsschwankungen oder heimliches Essen und Erbrechen sein. Auch körperliche Symptome wie Müdigkeit, Schwindel oder Ausbleiben der Menstruation können Hinweise sein.

Essstörungen können ernsthafte körperliche, seelische und soziale Folgen haben, zum Beispiel Mangelernährung, Herz-Kreislauf-Probleme, depressive Verstimmungen oder sozialen Rückzug. Zu den häufigsten Formen zählen die Anorexia nervosa (Magersucht), die Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) und die Binge-Eating-Störung, bei der es zu wiederholten Essanfällen ohne anschließende Gegenmaßnahmen kommt.

Essstörungen können ernsthafte körperliche und seelische Folgen haben, sind jedoch behandelbar – vor allem, wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Letzte Änderung: 14.01.2026 - Ansprechpartner: Webmaster